27. Mai 2009

Freudenfeuer in Alicante

Jedes Jahr zelebrieren die Stadt Alicante und andere Ortschaften im Land Valencia das Feuer am Tag des Heiligen Johannes auf ihre Art. Hogueras nennen sie das Fest - oder auch „fogueres“. Die Feierlichkeiten dauern vom 20. bis zum 24. Juni und gehen unmerklich über in einen Wettbewerb der valencianischen Pyrotechnik und einen mittelalterlichen Markt mit allerlei Kunstgewerbe in der Altstadt.

Der Día de Sant Joan, der Johannistag, war in Alicante ursprünglich ein landwirtschaftliches Fest, an dem die Bauern den längsten Tag des Jahres zur Einbringung der Ernte feierten und die kürzeste Nacht dazu nutzten, um die bösen Geister zu vertreiben. Da Alicante und das umliegende Gemüseland stets eng miteinander verbunden waren, griff dieser Brauch schnell auf die Stadt über.

Seitdem werden am 20. Juni die riesigen karikaturistischen Figurengruppen aus Pappmache, die Nachbarschaftsvereinen über das gesamte Jahr hinweg von Künstlern anfertigen ließen und die das Publikum tagelang amüsieren, zusammen mit den Festbuden errichtet.  Am 21. halten die großen und kleinen Fest-Königinnen samt Gefolge in Prachtgewändern und begleitet von Musik Einzug in die Stadt.

Am 22. verzieren Männer die Rathaus-Fassade mit Blumen, die die Feiernden ihrer Schutzheiligen als Geschenk darbringen – ein meterhoher Blumenteppich entsteht.

Mit der Cremá (Verbrennung) findet das Fest am 24. Juni seinen krönenden Abschluss. Nach dem prächtigen Feuerwerk, das auf dem Berg Benacantil gezündet wird, werden hunderte von Figurengruppen schließlich das Opfer der Flammen. Das reinigende Feuer symbolisiert in Alicante den Beginn eines neuen Anfangs.

Mehr unter http://www.landvalencia.com

Bild: Pappmaché-Künstler



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