16. April 2018

Interview mit Biersommelier Alexander Moosbauer

Am 23. April wurde vor über 500 Jahren einer der Grundsteine der bayerischen Identität gelegt: 1516 erließen an diesem Tag Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. das bayerische Reinheitsgebot. Bier war und ist ein Stück Bayern, und das wird im Brauereigasthof Hotel Aying bereits in der 7. Generation von Familie Inselkammer gelebt.

Wo ein Brauereigasthof ist, ist eine Brauerei nicht weit: Die Privatbrauerei Aying, die dieses Jahr ihr 140-jähriges Jubiläum feiert, gehört zu den meistausgezeichnetsten Brauereien Europas. Im Hauptausschank der Brauerei, dem „Ayinger Bräustüberl“ und dem Restaurant „August und Maria“ werden die Bierspezialitäten nicht nur getrunken, sondern auch verkocht. Anlässlich des Tages des Bieres am 23. April lässt uns Alexander Moosbauer, Diplom-Biersommelier und seit knapp 20 Jahren im Brauereigasthof Hotel Aying beschäftigt, an seinem Expertenwissen rund ums Bier teilhaben.

Herr Moosbauer, die Schaumkrone ist beim Bier das A und O - wie schenkt der Profi ein?

Grundsätzlich sollte man sich nur ein Ayinger Bier einschenken, dann kann schon nicht mehr viel schief gehen (lacht). Ansonsten: Glas vor dem Einschenken mit kaltem Wasser ausspülen. Durch den Wasserfilm lässt es sich schöner einschenken, weil feinste Unebenheiten des Glases ausgeglichen und etwaige Rückstände von Reinigungsmitteln entfernt werden. Beim Einschenken darf die Bierflasche - oder der Zapfhahn - aus hygienischen Gründen nicht in Kontakt mit dem Glas kommen.

Was muss ich bei der Gläserpflege beachten?

Die Schaumkrone hat zwei natürliche Feinde: Fett und Spülmittel. Dadurch wird die Oberflächenspannung der Kohlensäure vermindert und schon ist sie dahin. Biergläser daher niemals in die Spülmaschine; es gibt allerdings auch ein spezielles Spülmittel für Biergläser, da nur heißes Wasser nicht alle Fettrückstände entfernt. Und danach gilt: Glas beim abräumen nicht innen anfassen – die fettigen Abdrücke machen einem nur unnötig die Glaspflege schwer.

Biergarten, Brotzeit, Ayinger Lager Hell – diese Kombination ist bekannt und beliebt. Welches Bier empfehlen Sie im August und Maria zu feineren Gerichten?

Bei Bieren verhält es sich wie mit Weinen: Je leichter das Gericht, desto leichter sollte auch das Bier sein und umgekehrt. Ein leichteres Bier ist zum Beispiel ein Ayinger Bairisch Pils, das sehr gut zu lauwarmen Saibling passt.  Bei Schmorgerichten wie Ochsenbackerl ist ein Altbairisch Dunkel ein perfekter Begleiter. Unser Celebrator, ein Doppelbock, ist das perfekte Dessertbier. Im August & Maria wird der Celebrator übrigens im Rotwein-Glas serviert und verträgt, im Gegensatz zu den anderen Bieren, auch 12-14 Grad Trinktemperatur. So kommen die Aromen noch besser zur Geltung.

Wer sich gerne selbst ein Wissen rund um die Kunst des Bierbrauens aneignen möchte, hat die Möglichkeit, dies in einem Brauseminar bei Alexander Mossbauer zu tun. Foto: Brauereigasthof Hotel Aying



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